Drittmittelprojekte

Auf der Suche nach einer Rolle in der Weltpolitik. Die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP/ESVP) im Lichte massenmedial ausgetragener kollektiver Selbstverständigungsdiskurse
Projektzeitraum:
01.01.2005 bis 31.04.2009

Projektleitung:
Prof. Thomas Risse / Dr. Cathleen Kantner

Mitwirkende:
Swantje Renfordt / Amelie Kutter

Institution:
Freie Universität Berlin

Drittmittelgeber:
DFG und Sechstes Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (RECON)

Internetlink:
http://www.fu-berlin.de/polsoz/polwiss/europa/forschung/gasp/index.html

Kurzbeschreibung
Mit dem Ende des Kalten Krieges haben sich die Parameter der Außen- und Sicherheitspolitik in Europa verschoben. In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird insbesondere anlässlich krisenhafter Ereignisse (Kriege, humanitäre Katastrophen, Terroranschläge) eine öffentliche Debatte um Europas künftige Rolle in der Weltpolitik geführt. Ziel des Forschungsprojekts ist es, diese Selbstverständigungsdiskurse und ihre identitätsbildenden Effekte in der massenmedialen Öffentlichkeit aufzuspüren. Umgesetzt wird dieses Ziel mit Hilfe einer qualitativ-quantitativen Inhaltsanalyse von Tageszeitungen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Österreich, Polen und den USA, um einen nicht-europäischen Vergleichsfall einzuschließen. Die massenmedialen Debatten über militärische und humanitäre Interventionen werden über einen Zeitraum von insgesamt 16 Jahren untersucht (1990-2005). Die zentrale Fragestellung des Projekts lautet, ob sich in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges ein gemeinsames außenpolitisches Selbstverständnis und ein Kernbestand geteilter Grundüberzeugungen im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik herausgebildet hat und wenn ja, wie dies zu erklären ist.

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Sektion 'Politische Soziologie' der Deutschen Gesellschaft für Soziologie