Projektzeitraum:
01.01.2007 bis 31.12.2009
Projektleitung:
Prof. Dr. Trutz von Trotha
Mitwirkende:
Dr. Mario Krämer, Stellv. Projektleiter und hauptverantwortlich für die Durchführung der Feldforschung; Anne-Kathrin Schwab
Institution:
LS Soziologie, Fachbreich 1, Universität Siegen
Drittmittelgeber:
DFG
Internetlink:
http://www.fb1.uni-siegen.de/soziologie/mitarbeiter/kraemer/?lang=de
Kurzbeschreibung
Das Forschungsprojekt untersucht die Prozesse der Demokratisierung im subsaharischen Afrika nach 1989. Im Mittelpunkt stehen die Rolle und der Einfluß neotraditionaler Einrichtungen, vor allem des Häuptlingtums, und die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen lokaler und zentralstaatlicher Ordnung. Es fragt, welche Umgestaltungen sich in lokalen und überlokalen Beziehungen infolge von Demokratisierung und Dezentralisierung ergeben. Die Beziehungen zwischen Demokratisierung, Dezentralisierung und neotraditionalem Häuptlingtum sollen exemplarisch anhand zweier Bereiche der lokalen Ordnung erforscht werden: Politik und Recht. Das Projekt ist vergleichend angelegt und richtet in regionaler Hinsicht den Blick auf Namibia und die bevölkerungsreichste Provinz Südafrikas, KwaZulu-Natal. In räumlicher Hinsicht konzentriert es sich auf periurbane, also randstädtische, Gebiete in den beiden Untersuchungsregionen. Insgesamt soll das Forschungsprojekt einen Beitrag zu einer Theorie von politischen Ordnungen am Rande des Staates und speziell der Entwicklung neotraditionaler Herrschaft unter den Bedingungen von Demokratisierung leisten.